9 Juni 2023

Flug überbucht Entschädigung

Flug überbucht Entschädigung

Overbooking, also bekannt als der Verkauf von mehr Tickets als verfügbare Sitzplätze, ist eine Praxis, die von vielen Fluggesellschaften angewandt wird. Manchmal läuft jedoch nicht alles nach Plan, und einige Passagiere könnten mit einer Verweigerung des Einsteigens konfrontiert werden. Was ist in solch einer Situation zu tun? Wenn Sie von oder nach Deutschland reisen, informieren Sie sich über Ihre Rechte und erfahren Sie, wie Sie eine Entschädigung beantragen können.

Gründe für die Verweigerung des Boardings

Overbooking ist eine Strategie, die darauf abzielt, die Nutzung der Sitzplätze an Bord des Flugzeugs zu maximieren, unter Berücksichtigung von Szenarien, in denen einige Passagiere nicht erscheinen. Wenn alle Passagiere sich für den Flug melden, könnte es an Sitzplätzen mangeln. In solch einer Situation haben Passagiere gemäß der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 Anspruch auf Entschädigung.

Entschädigung für Verweigertes Boarding

Ein Passagier, dem aufgrund von Overbooking das Boarding verweigert wird, hat Anspruch auf Entschädigung. Die Höhe hängt von der Länge des geplanten Fluges ab und beträgt:

  • 250 € für Flüge bis zu 1500 km,
  • 400 € für Flüge innerhalb der EU von 1500 km und für andere Flüge von 1500 km bis 3500 km,
  • 600 € für Flüge über 3500 km.

Der Passagier hat auch das Recht auf Rückerstattung der Ticketkosten oder auf Nutzung einer alternativen Verbindung.

Bedingungen für den Erhalt von Entschädigungen

Um eine Entschädigung in Deutschland zu beantragen, muss einer der Check-in-Punkte des Fluges - Abflug oder Landung - innerhalb der Europäischen Union liegen und der Flug sollte von einer in der EU registrierten Fluggesellschaft durchgeführt werden. Die Verweigerung muss auf der Entscheidung der Fluggesellschaft beruhen, nicht auf der des Passagiers. In Deutschland haben Passagiere drei Jahre ab dem Datum des gestörten Fluges Zeit, um eine Entschädigung zu beantragen.

Betreuung durch die Fluggesellschaft

Die Fluggesellschaft ist verpflichtet, dem Passagier, dem aufgrund von Overbooking das Boarding verweigert wird, angemessene Betreuung zu bieten. Dazu gehören kostenlose Mahlzeiten, Getränke, Unterkunft sowie die Möglichkeit, zwei Telefonate zu führen oder zwei E-Mails zu versenden. Alle zusätzlichen Kosten, die dem Passagier entstehen, wie z. B. Hotel oder Transport, sollten von der Fluggesellschaft erstattet werden.

Gut zu Wissen

Wenn der Passagier nicht rechtzeitig eincheckt, keine geeigneten Reisedokumente hat oder die Verweigerung des Boardings aufgrund von z. B. gesundheitlichen Bedingungen gerechtfertigt ist, ist die Fluggesellschaft nicht zur Zahlung einer Entschädigung verpflichtet. Wenn die Fluggesellschaft eine Alternative in Form